Die Stadt sind wir

„Wo liegt diese merkwürdige Region überhaupt?“ fragte Hanno Loewy, Direktor des jüdischen Museums in Hohenems, zu Beginn seiner Präsentation zu den Leitgedanken einer Europäischen Kulturhauptstadt bei einem Treffen in Wien. Was wäre, wenn man sich auf die Suche nach diesem Ort, der Rheintal-City machen würde und die Bevölkerung dürfte entscheiden, ob sie einem Zusammenschluss zustimmt oder nicht?

Bei den Montforter Zwischentönen wird dieses Gedankenexperiment durchgespielt.

Die Frage einer enkeltauglichen Zukunft hängt unmittelbar zusammen mit der Idee, wie wir in Zukunft zusammenleben werden. In 29 autonomen Gemeinden? Oder in einer einzigen großen Rheintal-City? Ist diese Entwicklung ein Traum oder Albtraum?

Die Landkarte des Vorarlberger Rheintals, so steht es in einem Papier der „Vision Rheintal“, hat sich in den letzten hundert Jahren stark verändert: Aus verstreuten Dörfern und kleinen Städten ist ein fast geschlossenes Siedlungsband von Feldkirch bis Bregenz geworden. Ein Lebensraum, der sich zwar aus 29 einzelnen Gemeinden zusammensetzt, den wir aber alltäglich als Ganzes nutzen. Zum Arbeiten, zum In-die-Schule-Gehen, zum Einkaufen, zur Freizeitgestaltung. Wäre die Zusammenlegung der Gemeinden dann nicht der logische nächste Schritt? Zumal die Region laut Loewy,  eine „europäische Utopie“ darstelle, da es durch den Bodensee eine „verrückte Art von Grenze“ gebe und Städte aus drei Ländern hier fast schon ineinander übergingen.

In unserem Sommerschwerpunkt setzen wir uns mit der Frage eines Zusammenschluss auseinander. Wir nützen die bewährte Dramaturgie eines Gerichtsverfahrens, um die besten Pro- und Kontra-Argumente auszutauschen. Mit Richter, Anwälten und Sachverständigen. Musikalisch kommentiert von dem Schweizer Pianisten Colin Vallon. Das Urteil fällen am Schluss des Abends die Geschworenen: das Publikum.

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