Hugo-Pitch – Das Finale

Die Präsentation der besten Konzertformate
Vor Publikum und Jury

Dienstag, 4. Februar, 19:30 Uhr
Festsaal Vorarlberger Landeskonservatorium

Eintritt frei

Mini-Konzerte voll überraschender Einfälle! Ein Blick in das Konzert der Zukunft. Junge Musikerinnen und Musiker führender Musikhochschulen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz präsentieren ihre Ideen für einen Konzertabend zu einem konkreten Thema.

 

Eine Fachjury und das Publikum geben direkt ihr Feedback dazu. Am Ende des Abends erhält das beste Team den »Hugo«, den Preis des Internationalen Wettbewerbs für neue Konzertformate der Montforter Zwischentöne.

Die Aufgabe pro Team: Entwicklung eines Konzertformates zum Sommerthema der Zwischentöne: »Umwege nehmen«. Maßgeschneidert für den Großen Saal des Montforthauses. Dauer: 60 Minuten.

Der Wettbewerb: Aus den zahlreichen Einsendungen wurden vier Teams mit ihren Konzepten zur Präsentation nach Feldkirch eingeladen. Jedes Ensemble hat zehn Minuten Zeit, Jury und Publikum von seiner Idee zu überzeugen. Am Ende des Abends entscheiden Publikum und Jury in einer öffentlichen Diskussion wer den Hugo 2020 mit nach Hause nimmt und seine Konzertidee auf dem Sommerschwerpunkt der Montforter Zwischentöne uraufführen wird.

 

Moderation:

  • Eva Teimel, Ö1-Redakteurin

 

Die Jurorinnen und Juroren:

  • Frauke Bernds, Leiterin Konzertplanung Kölner Philharmonie
  • Peter Paul Kainrath, Intendant Klangforum Wien
  • Maximilian Maier, Musikredakteur Bayerischer Rundfunk
  • Sarah Wedl-Wilson, Rektorin Hanns Eisler Hochschule für Musik, Berlin

 

Die Finalist*innen:

 

Kollektiv XYLIT

Das Kollektiv XYLIT interpretiert Kompositionen und Texte mit Bezug zur Vorarlberger Region. Neu in Form gegossen, verschwimmen die musikalischen Grenzen der Vortragsstücke zwischen den Genres Klassik, Elektronik und Jazz. Das musikalisch-literarische Material wird durch dezent eingesetzte Videoprojektionen vervollständigt. Das Publikum wird einen Abend erleben, der das Phänomen “Umwege gehen” von verschiedenen Seiten beleuchtet.

 

Remembered Resonance

„The hell is real“ ist eine Textsammlung meines Vaters, die er während seiner 20-jährigen Haftzeit im Gefängnis unter der kommunistischen Diktatur geschrieben hat. Diese Textsammlung bildet die Grundlage meines Konzepts. „Umwege“ bestimmen mein gegenwärtiges Leben. Nicht nur in der Zeit der Flucht und Heimatlosigkeit sondern auch jetzt verläuft mein Leben noch nicht auf sicheren Pfaden. In diesem Konzert führe ich das Publikum auf Umwege, das Publikum wird selbst mit ins Gefängnis genommen und in seiner Freiheit beschränkt.

 

 

False Relationships and Extended Endings Ensemble

Der junge Graf, der in die Unterwelt kam, ist eine traditionelle Geschichte Vorarlbergs, in der der Sohn eines steinreichen Grafen in der Unterwelt gefangen ist, durch die er sich mit seiner wahren Liebe, die er dort kennenlernt, hindurchkämpft, um zu entkommen. Denn Hugo I. von Montfort selber ein Graf war, setzt dieses Märchen sofort thematisch die Verbindung zu dem Hugo-Projekt.
Auf dem Thema „Umwege“ entscheiden sich „False Relations and the Extended Endings Ensemble“, diese Geschichte neben einer musikalischen Reise durch verschiedene musikalische Epochen zu erzählen.

 

 

Sebastian Konietzki

Die konzertante, multimediale Darstellung einer komplexen Problematik, für die wir Bürger in unserer Gesellschaft Verantwortung tragen, für die es aber keine einfache Lösung gibt: „Bärenkreuzung“ Feldkirch. Die Idee dahinter ist, durch und während eines Konzerts, ein Thema zu fokussieren, welches uns alle betrifft und damit dem Publikum die Möglichkeit zu geben, sich so neutral wie möglich für das Thema zu sensibilisieren. Auch wenn es während des Konzerts zu verstörenden und auch erheiternden Momenten kommen kann, wäre das Ziel, nicht nur zu konsumieren, sondern partizipieren.

 

Die Montforter Zwischentöne danken dem Kulturkreis Montforthaus für die Unterstützung des Wettbewerbs.

Der Preis ist nach dem Minnesänger Hugo von Montfort (1357 bis 1423) benannt, dem ersten Musiker der Region, dessen Werk heute noch bekannt ist.

 

Symposium »Musik und Gesellschaft« 4. bis 5. Februar 2020, Montforthaus Feldkirch

Mit »Musik und Gesellschaft« präsentiert das Vorarlberger Landeskonservatorium neue Lösungen, praktische Beispiele und Erfahrungen zu Musik-projekten für gesellschaftliche Entwicklung. Ein Kongress für Kultur- und Musikscha-fende sowie Führungskräfte aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Der Hugo-Wettbewerb für neue Konzertformate findet am Abend zwischen den beiden Kongresstagen statt und ist Teil des Symposiums.

Information und Anmeldung: www.vlk.ac.at/symposium 

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