Werden Sie Gastgeberin eines Salon Paula

Die Zwischentöne kommen zu Ihnen

Sie wollen einen Salon Paula im Juni 2018 veranstalten?
Wir freuen uns über Ihre Bewerbung bis 20. Mai.

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Musikerinnen und Experten zum Ausleihen? Wie wär‘s mit einem Sexualforscher, einer internationalen Oboen-Virtuosin oder einem Schuldenberater am eigenen Küchentisch? Unser Format »Salon Paula« steht in der Tradition der historischen Salons, zu denen Wissenschaftler oder Künstlerinnen nach Hause eingeladen wurden und ihre Werke hautnah einem kleinen, ausgewählten Freundeskreis vorstellten. Außergewöhnliche Begegnungen, lebendiger Austausch, Zeit für Diskussion und intensiven Musikgenuss. Dieses Mal bieten wir eine Auswahl von Musikern und Expertinnen rund um unterschiedliche inhaltliche und musikalische Aspekte von Lust und Leidenschaft an.

 

Die Musikerinnen und Experten

Aigner-2018_sw»(…) Bei manchen Zuhörerinnen komme ich oft fast ›wertkonservativ‹ rüber, weil ich vieles an dem ganzen kommerzialisierten ›Sex-Unsinn‹, der uns die letzten Jahrzehnte zwangsbegleitet hat, sehr kritisch sehe: Hier wurde und wird das Begehren geradezu applaniert, totbebildert, banalisiert und letztlich vernichtet (Hauptsymptom Lustlosigkeit)«, sagt Univ.-Prof. Dr. phil., Dr. h.c. Josef Christian Aigner, Forschungsschwerpunkt u.a. Sexualität und Lebensbewältigung an der Universität Innsbruck. Psychoanalytiker und Psychotherapeut mit einem Schwerpunkt Paar- und Sexualtherapie.

Foto-Baumer_S_swElisabeth Baumer, Barockoboistin ist u. a. fixes Ensemblemitglied bei Academia Bizantina (Ottavio Dantone), dem Concerto Stella Matutina und wirkt permanent bei der Gesamtaufführungsreihe aller Bach-Kantaten im Wiener Konzerthaus (Leitung: Luca Pianca) mit. Auftritte in den wichtigsten Konzertsälen Europas, in Südamerika und Japan; zahlreiche CD-Einspielungen, u. a. mit dem Concentus Musicus unter Nikolaus Harnoncourt und dem Orchestra Mozart (Claudio Abbado). Mit dem von ihr gegründeten »Affinità – Ensemble für Alte Musik« konzentriert sie sich auf das Holzbläser-Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts.

peter-kopf»Wer als Schuldenberater arbeitet, ist mit der Frage konfrontiert: Wieviel ist genug? Und er kennt auch die Antwort darauf: Genug ist genug! Wenn das nur immer so einfach wäre. Dazu kommt nämlich auch unser Begehren. Und dann verlangen wir oft mehr, als für uns genug wäre. Das wissen diejenigen, die deswegen Schulden haben, sehr gut«, erzählt Peter Kopf, Gründer und Leiter der ifs-Schuldenberatung und der Telefonseelsorge Vorarlberg.

 

Talaya-Schmid»Wir holen Sexualität aus der Anonymität des Internets und aus der schamvollen Verschwiegenheit im Alltag, lassen Beteiligte direkt mit dem Publikum interagieren und offen über allerlei Facetten der Sexualität sprechen. Mit unseren Aktivitäten setzen wir einen Kontrapunkt zu Mainstream-Pornographie und Neoprüderie.« Talaya Schmid ist freischaffende Künstlerin. Sie ist Mitgründerin und Organisatorin des seit 2012 jährlich in Zürich stattfindenden Film Kunst Festivals »Porny Days« zum Thema Sexualität und Gender. 2014 wurde sie für den Swiss Art Award und für den Performancepreis Schweiz nominiert.

Foto-Lucas-Schurig-Breuss_swLucas Schurig-Breuß, Viola, ist als Stimmführer, Solobratschist und Kammermusiker Mitglied verschiedener Ensembles mit internationaler Konzert- und Aufnahmetätigkeit wie dem L’Orfeo-Barock-orchester, dem Concerto Stella Matutina, Barucco, der Capella Leopoldina, recreation – Großes Orchester Graz und etlicher anderer. Sein besonderes Interesse gilt – eine Verbindung zu unserem Schwerpunktthema – dem Spiel der Viola d’amore. Sie ist ein historisches Streichinstrument, verfügt meist über fünf bis sieben Spielsaiten und etwa genauso viele Resonanzsaiten.

 

Gerlinde-Singer_S_swGerlinde Singer ist eine gefragte Continuo-Cellistin und wirkt in verschiedenen Formationen mit. Mit Lucia Müller gründet sie das Duo »Cellovoice« – Pop und Jazz wird gleichzeitig gesungen und gespielt. Zahlreiche CDs dokumentieren ihre vielseitige musikalische Tätigkeit. Seit 1995 ist sie als Instrumentalpädagogin am Tiroler Landesmusikschulwerk tätig.

 

 

Foto-1-Fani-VovoniFani Vovoni, Violine, wurde 1978 in Athen geboren. Im Orchesterspiel sammelte sie Erfahrungen beim European Union Youth- und European Union Baroque Orchestra; letzteres führte zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der sogenannten »Alten Musik«, wobei sie sich stets auch immer mit Neuer Musik und Improvisation beschäftigt. Im Bereich der Performance – im Sinne eines Versuchs, sich anderen Darbietungsorten und -formen anzunähern – führte sie im Februar 2018 mit dem griechischen Regisseur Savvas Stroumpos Kurtags Kafka-Fragmente im Theater Attis in Athen auf.

 

Die Idee des Salon Paula

»Salon Paula« ist der alljährliche Botschafter der »Montforter Zwischentöne« im ganzen Land. Ganz gleich, ob Sie über eine kleine Wohnung, eine WG oder ein Haus verfügen – bewerben Sie sich um einen besonderen Gast für einen Salon-Abend, bei Ihnen zuhause, in Ihrem eigenen Freundeskreis. Wir übernehmen Gagen und Organisation der Vortragenden.

 

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So werden Sie ein Gastgeber

Die »Montforter Zwischentöne« bieten den Gast und eine »Bedienungsanleitung« für den Ablauf des Abends. Bewerbungen senden Sie bitte an salon@montforter-zwischentoene.at mit Ihren Kontaktdaten sowie ein paar Zeilen, warum wir Sie als Gastgeberin oder Gastgeber auswählen sollen.
  
Es zählt die Originalität und Rechtzeitigkeit Ihrer Bewerbung. Wir koordinieren dann mit Ihnen Termin und Gast. Das Publikum Ihres Salons wird von Ihnen selbst, aus Ihrem Freundeskreis heraus, persönlich eingeladen.

 

7 Tipps für einen gelungenen Salon Paula

  1.
Dialog statt Repräsentanz. Jede und jeder kann mitmachen. Es geht uns nicht um die Organisation großbürgerlicher Empfänge, die man mit dem Begriff »Salon« eventuell verbinden könnte.
  2.
Einfachheit entspannt. Je offizieller, je nobler, je perfekter, desto weniger Begegnung, Spiel und Freude. Unser Tipp: Nicht kochen!
  3.
Vermeiden Sie auf Ihrer Einladungsliste die reine Höflichkeit! Laden Sie Personen ein, mit denen Sie sich gerne austauschen, die zuhören und sich an der Begegnung mit Ihren Gästen freuen.
  4.
Neue Begegnungen mit spannenden Menschen: Haben Sie sich schon einmal gedacht, die würde ich gerne kennenlernen, mit dem würde ich gerne einmal ein Gespräch führen? Jetzt haben Sie einen guten Anlass dazu.
  5.
Ein Salon ist kein Hauskonzert, schon gar keine Vortragsveranstaltung: Einer referiert, alle anderen lehnen sich zurück? Nein, ein Salon bietet Raum für Begegnung und Austausch, für dessen Gelingen alle Anwesenden mitverantwortlich sind.
  6.
Der Gast gibt einen vielleicht halbstündigen Impuls, spielt und|oder erzählt von seinen Erfahrungen, Erkenntnissen rund um das Thema. Ein Anstoß zu Gesprächen zwischen den Gästen.
  7.
Die, die kommen, sind die Richtigen.