Über die Zwischentöne

Die Montforter Zwischentöne starteten im Februar 2015, kurz nach der Eröffnung des neu gebauten Montforthauses Feldkirch. Das Ziel: eine neue Festivalform zu etablieren, die Alltagskultur und Musik in Formaten verbindet, die unmittelbare ästhetische Erfahrungen ermöglichen.

Die Ästhetik verstehen die Zwischentöne dabei im Sinne ihres altgriechischen Wortstammes, der nichts anderes als »Wahrnehmung« bedeutet. Das innovative Festivalformat stellt die intensive Rezeption eines Kunstwerkes in einen persönlich bedeutsamen Kontext und verbindet es mit den Kompetenzen, Fragen, Biografien, den inneren und äußeren Räumen der Besucher, um das Publikum als Teilnehmende und Teilgebende zu gewinnen. Mit ihrem Anspruch lösten die Montforter Zwischentöne von Beginn an Interesse aus. Auch in den Medien. Michael Stallknecht fasste seine Eindrücke 2017 in der NZZ in diese Worte:

»Die Montforter Zwischentöne in Feldkirch schauen in die Zukunft der Musikfestivals und geben dem Festspielgedanken einen neuen Sinn.«

Die Montforter Zwischentöne finden als Veranstaltungsreihe an drei Wochenenden im Jahr statt und sind jeweils einem Hauptthema gewidmet. Die Themen werden mit jahreszeitlich verbundenen Stimmungen, Bräuchen und Festen verbunden. So entstehen Programme, die sich aufeinander beziehen sowie neue Formate, die die Erfahrungen von Künstlerinnen und Experten mit den Erfahrungen des Publikums verbinden.

Als regional vernetztes Festival betreiben die Montforter Zwischentöne nachhaltig wirkende, freundschaftliche Kooperationen mit Musikensembles, Kulturschaffenden, Künstlerinnen und Wissenschaftlern aus der Region Vorarlberg.

Die künstlerischen Leiter am Wort

»Bedeutsamkeit hieß für uns immer auch, kraftvolle Beiträge zur Entwicklung der Stadt und Region zu liefern. Heimische Künstlerinnen und Künstler mit internationalen in Kooperation zu bringen. Im Sinne eines kulturellen Kompetenztransfers wertvolles externes Wissen in die Region zu holen und hier fruchtbar zu verankern. Ein lebendiger Verhandlungsort zu sein, für zentrale gesellschaftspolitische Fragen. Fast alle Ereignisse der Zwischentöne waren und sind deshalb Neuentwicklungen bezogen auf das Hier und Jetzt des Landes, die in Feldkirch erstmals aufgeführt wurden. Unser Anspruch ist, dass die »Montforter Zwischentöne« sowohl künstlerisch als auch gesellschaftlich mit ihrem Umfeld in ständiger Resonanz und gleichzeitig in ihrer Zeitgenossenschaft und formalen Qualität überregional relevant sind. Alle diese Haltungen sind eng verknüpft mit dem Selbstverständnis und der Positionierung des Montforthauses. Die Zusammenarbeit mit Führung und Team ist getragen von Neugier, Engagement und Freude. Ein gegenseitiger Austausch von Inspiration, praktischem Know-how, Mut und Vertrauen.«

Hans-Joachim Gögl und Folkert Uhde

27_Mörder Seelen @ Lisa Mathis

“Mörderseelen” Konzert im Alten Hallenbad mit Raimund “Tschako” Jäger, Reinhard Haller und Anton Vogel