Vision Rheinstadt

Die Auflösung aller Vorarlberger Rheintalgemeinden und die Gründung einer neuen, gemeinsamen Stadt. Ein Gerichtsverfahren, mit den besten Argumenten.

 

vision rheintalDonnerstag, 29. Juni 2017, 20.00 Uhr, Vorarlberger Landeskonservatorium, Festsaal
Ticket 24 Euro*
*Ermäßigungen sind anwendbar. Freie Platzwahl.
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PROGRAMMÄNDERUNG:
Colin Vallon musste leider kurzfristig absagen, der Vorarlberger Jazzpianist David Helbock wird die musikalische Begleitung des Gerichtsverfahren »Vision Rheinstadt« spielen.

Traum oder Albtraum? Eine Stadt mit 250.000 Einwohnern. Eine Verwaltung statt 29 selbständiger Gemeinden? Wir nützen die bewährte Dramaturgie eines Gerichtsverfahrens, um die besten Pro- und Kontra-Argumente aus – zutauschen. Mit Richter, Anwälten und Sachverständigen. Musikalisch kommentiert von dem Schweizer Pianisten Colin Vallon. Das Urteil fällen am Schluss des Abends die Geschworenen: das Publikum. Seit einem Jahr prüfen die vier Vorarlberger Rheintalstädte eine gemeinsame Bewerbung als »Europäische Kulturhauptstadt 2024«. Vor rund zehn Jahren gründeten die Vorarlberger Landesregierung und die Rheintalgemeinden »Vision Rheintal«, mit dem Ziel, die Kooperation der Kommunen des Tals zu verstärken. Anlass für uns, im Rahmen unseres Sommerschwerpunktes »träumen«, zu einer spannenden, kompetent besetzten Debatte einzuladen, in einem fiktiven Entscheidungsprozess rund um diese Vision.

Pro   Kontra

Warum nicht endlich aufs Ganze gehen? Bündeln wir alle Kräfte, spielen wir wirklich zusammen, gründen wir eine beste, eine neue Stadt!

 

Zentralisierung entwurzelt, führt zu langen Wegen, zerstört jahrhundertelang gewachsenes Miteinander in erfolgreichen Gemeinwesen!

»Die Landkarte des Vorarlberger Rheintals hat sich in den letzten hundert Jahren stark verändert: Aus verstreuten Dörfern und kleinen Städten ist ein fast geschlossenes Siedlungsband von Feldkirch bis Bregenz geworden. Ein Lebensraum, der sich zwar aus 29 einzelnen Gemeinden zusammensetzt, den wir aber alltäglich als Ganzes nutzen. Zum Arbeiten, zum In-die-Schule-Gehen, zum Einkaufen, zur Freizeitgestaltung.« (vision-rheintal.at) Trotzdem gibt es immer noch 29 Bauämter, 29 Parallelstrukturen in den Bereichen Kinderbetreuung oder Betriebsansiedelung oder sozialer Wohnungsbau oder … Und ganz genau 29 Gemeindevertretungen und natürlich viel mehr als 29 Feuerwehrhäuser. Andererseits verfügt das Rheintal über ein kraftvolles Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum, über kurze Wege und enormes ehrenamtliches kulturelles und soziales Engagement in seinen Dörfern und Städten. Und viele zurückliegende Gemeindefusionen, etwa in der Steiermark oder in Dänemark, werden von manch betroffenen Bürgerinnen und Bürgern heute noch als Fehlentwicklung empfunden.

Was meinen Sie dazu?

Der Antragsteller
Hugo Dworzak plädiert für die Auflösung der 29 Gemeinden des Rheintals und ist in diesem Konzert der Argumente der Anwalt für die Gründung einer gemeinsamen Stadt. 
Als Sachverständige unterstützen seine Argumentation
Josef Mathis 
Maren Peter

Der Antragsgegner
Wolfgang Rümmele plädiert für die Erhaltung der Gemeindeautonomie und gegen die Zusammenlegung der Gemeinwesen des Rheintals zu einer zentral verwalteten Einheit. 
Als Sachverständige unterstützen seine Argumentation
Roland Gruber
Sibylla Zech
Die Verhandlung führt Wolfgang Muther, Richter am Bezirksgericht Feldkirch.

Musikalische Kommentare zur Debatte, Resonanzräume und Zusammenfassungen
Colin Vallon, Jazzpianist (leider abgesagt.)